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Aktuelles

  • Die Ratsgruppe BSW Wuppertal ist ab sofort mit einer eigenen Homepage online vertreten.

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    Unter https://ratwuppertal.bsw-vg.nrw finden Sie aktuelle Informationen zu unserer politischen Arbeit im Rat, in den Bezirksvertretungen sowie zu unseren Positionen und Themen vor Ort.

  • Zwischen Vorsorge und Militarisierung: Warum die Vorbereitung auf den Kriegsfall im Gesundheitswesen keine Lösung ist

    Die aktuelle Berichterstattung über die Krisenvorsorge von Krankenhäusern zeigt ein Spannungsfeld, das zunehmend an Bedeutung gewinnt: Einerseits ist es selbstverständlich und notwendig, dass medizinische Einrichtungen auf außergewöhnliche Situationen vorbereitet sind.

    Andererseits wirft genau diese Entwicklung eine grundlegende Frage auf: Wann wird sinnvolle Vorsorge zur stillschweigenden Anpassung an eine kriegerische Realität?

    Krankenhäuser sind zentrale Pfeiler jeder Gesellschaft. Ihre Aufgabe ist klar definiert: die Versorgung von Kranken und Verletzten, unabhängig von Herkunft, Status oder Umständen.

    Um dieser Aufgabe gerecht zu werden, existieren seit Jahren Notfallpläne für Pandemien,

    Naturkatastrophen oder technische Ausfälle. Diese Formen der Vorsorge sind Ausdruck verantwortungsvoller Planung.

    Neu ist jedoch die zunehmende Selbstverständlichkeit, mit der auch Kriegsszenarien Teil dieser Planungen werden.

    Vorbereitung als Logik

    Die öffentlich diskutierten Maßnahmen wirken auf den ersten Blick plausibel:

    Notstromaggregate, gesicherte IT-Systeme, Vorräte an Medikamenten und Blutkonserven sowie regelmäßige Übungen für den Ernstfall. All das dient dem Ziel, im Krisenfall handlungsfähig zu bleiben.

    Auch die gesetzliche Verpflichtung zu sogenannten Krankenhaus-Alarm- und Einsatzplänen (KAEP) unterstreicht, wie ernst diese Verantwortung genommen wird. Die Erfahrungen aus der Corona-Pandemie haben zudem gezeigt, dass viele Gesundheitssysteme an ihre Grenzen geraten können.

    Vor diesem Hintergrund erscheint es nur konsequent, die Resilienz weiter auszubauen.

    Doch genau hier beginnt das Problem.

    Falsches Denken

    Wenn politische Entscheidungsträger und Institutionen zunehmend davon sprechen, dass auch Kriegsszenarien berücksichtigt werden müssen, verändert sich auch das Denken unserer Gesellschaft. Krieg wird nicht mehr als Ausnahme gedacht, sondern als Möglichkeit, auf die man sich konkret vorbereiten muss und tatsächlich vorbereiten könnte.

    Dieses falsche Denken hat weitreichende Folgen.

    Sie führt dazu, dass Ressourcen – finanziell, organisatorisch und personell – in die Anpassung an Kriegsszenarien fließen, deren Eintritt politisch eigentlich verhindert werden sollte.

    Sie normalisiert die Vorstellung, dass zivile Infrastruktur kriegstauglich sein muss und in der Realität auch kriegstauglich gemacht werden könnte.

    Weiter lenkt sie den Fokus weg von der eigentlichen Ursache des Problems: der Entstehung von Konflikten.

    Vorsorge hat Grenzen

    So wichtig Krisenpläne auch sind – sie haben klare Grenzen. Ein Gesundheitssystem ist nicht dafür ausgelegt, dauerhaft unter Kriegsbedingungen zu funktionieren.

    Die Vorstellung, dass 72 Stunden Notstromversorgung oder zusätzliche Vorräte ausreichen, um die Folgen eines militärischen Konflikts abzufedern, ist trügerisch. Moderne Kriege zerstören Infrastruktur systematisch. Sie unterbrechen Lieferketten, gefährden Personal und machen koordinierte Versorgung nahezu unmöglich.

    Hinzu kommt: Im Kriegsfall würden nicht nur Patientenzahlen explodieren, sondern auch Fachkräfte fehlen – etwa, weil medizinisches Personal eingezogen wird oder selbst betroffen ist.

    Die oft in diesem Zusammenhang angesprochenen Fragen – etwa nach der Priorisierung von Patienten oder der Zuständigkeit bei der Versorgung von Schwerverletzten – zeigen, wie schnell medizinische Ethik unter Druck geraten kann.

    Kurz gesagt: Ein Gesundheitssystem kann sich auf Krisen vorbereiten, aber es kann Krieg nicht „managen“.

    Was tut Politik?

    Hier liegt der entscheidende Punkt: Die Verantwortung für funktionierende Krankenhäuser endet nicht bei deren technischer Ausstattung. Sie beginnt bei der politischen Gestaltung von Rahmenbedingungen, die den Frieden sichern.

    Wenn Politik den Schwerpunkt darauf legt, Systeme kriegstauglich zu machen, ohne gleichzeitig alles dafür zu tun, Kriege zu verhindern, entsteht ein gefährliches Ungleichgewicht.

    Diplomatie, internationale Zusammenarbeit und Konfliktprävention sind keine naiven Ideale, sondern zentrale Instrumente zur Sicherung des Friedens. Sie sind letztlich auch die effektivste Form des Gesundheitsschutzes in der s.g. „Zeitenwende“.

    Denn jede verhinderte Eskalation bedeutet weniger Verletzte, weniger Traumata und weniger Belastung für medizinische Systeme.

    Diplomatie ist Prävention

    Ein wesentlicher Unterschied zwischen militärischer Vorsorge und diplomatischer Arbeit liegt in ihrer Sichtbarkeit. Während Notstromaggregate, Übungen und Vorräte greifbare Maßnahmen sind, bleibt erfolgreiche Diplomatie oft unsichtbar.

    Ein Konflikt, der nicht eskaliert, erzeugt keine Schlagzeilen.

    Doch genau darin liegt ihre Stärke.

    Gespräche mit schwierigen oder gar „aggressiven“ Staaten sind komplex, langwierig und oft frustrierend. Sie erfordern ein Verstehen von Sicherheitsinteressen (eigener und fremder), eine klare Verhandlungsstrategie, Kompromisse und die Bereitschaft, Spannungenauszuhalten. Aber sie sind der einzige Weg, um Kriege zu verhindern und zu beenden.

    Kriege enden immer mit Gesprächen und sollte dies einmal nicht der Fall sein, war es wohl der letzte Krieg.

    Im Vergleich dazu wirkt die Vorbereitung auf den s.g. „Ernstfall“ wie eine nachgelagerte Reaktion – eine, die Symptome behandelt, nicht Ursachen bekämpft.

    Plädoyer für eine andere Prioritätensetzung

    Die aktuelle Entwicklung im Gesundheitswesen sollte daher Anlass zur politischen Reflexion sein. Es geht nicht darum, notwendige Vorsorgemaßnahmen grundsätzlich infrage zu stellen.

    Krankenhäuser müssen auf Notfälle vorbereitet sein.

    Aber diese Vorbereitung darf nicht zur stillschweigenden Akzeptanz einer zunehmend militarisierten Realität führen.

    Stattdessen braucht es eine klare Prioritätensetzung:

    • Prävention von Konflikten vor Konfliktmanagement

    • Diplomatie vor militärischer Logik

    • Stärkung internationaler Zusammenarbeit statt nationaler Abschottung

    Das Gesundheitssystem ist auch immer ein Spiegel der politischen Verhältnisse, in der es existiert. Wenn es beginnt, sich auf Krieg vorzubereiten, sagt das weniger über seine Stärke aus als über die Unfähigkeit von Außenpolitik sich mit anderen Staaten zum Wohl der eigenen Bevölkerung ins Benehmen zu setzten.

    Ein starkes Gesundheitssystem braucht keine Kriegstauglichkeit.

    Es braucht eine friedliche Welt.

    Autor: Rainer Gierth

  • Wehrdienst, Kontrolle, Ausreise – das ist kein Zufall, das ist System

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    Was wir gerade in Deutschland erleben, ist kein Zufall, sondern politisch gewollt. Während öffentlich von „Sicherheit“ gesprochen wird, entsteht im Hintergrund ein System, das immer tiefer in das Leben der Menschen eingreift.

    Besonders deutlich wird das beim Thema Ausreise. Seit dem 1. Januar 2026 gilt eine Änderung im Wehrpflichtgesetz, die viele kaum wahrgenommen haben. In § 3 ist geregelt, dass Männer im Alter von 17 bis 45 Jahren eine Genehmigung benötigen, wenn sie Deutschland länger als drei Monate verlassen wollen.

    Das betrifft nicht nur wenige – das betrifft Millionen.

    Und entscheidend ist: Diese Art von Regelung kannte man früher nur aus Ausnahmezuständen, also im Spannungs- oder Verteidigungsfall. Jetzt wird sie dauerhaft zur Grundlage staatlichen Handelns gemacht.

    Auch wenn politisch beschwichtigt wird, dass Genehmigungen „in der Regel“ erteilt werden, ändert das nichts am Kern des Problems. Denn in dem Moment, in dem man eine Genehmigung braucht, ist Freiheit nicht mehr selbstverständlich – sondern abhängig von staatlicher Entscheidung.

    Es geht hier nicht um Bürokratie.
    Es geht um Kontrolle.

    Denn mit solchen Regelungen schafft der Staat die Möglichkeit, jederzeit nachzuvollziehen, wer das Land verlässt, wie lange und zu welchem Zweck. Und genau darin liegt die eigentliche Tragweite: Was heute als Formalität dargestellt wird, kann morgen zum Instrument werden, um Bewegungsfreiheit real einzuschränken.

    Diese Entwicklung steht nicht für sich allein.

    Deutschland rüstet nicht nur nach außen auf, sondern verändert sich auch im Inneren. Neben Milliarden für die Bundeswehr wächst der Einfluss des Staates auf die eigene Bevölkerung. Diese Politik wird von SPD und CDU gemeinsam getragen. Die einen sprechen von Verantwortung, die anderen von Sicherheit – am Ende bedeutet es mehr Militär, mehr Verpflichtung und mehr staatlichen Zugriff.

    Das geschieht nicht auf einmal, sondern Schritt für Schritt. Genau deshalb wird es von vielen kaum wahrgenommen. Jede einzelne Maßnahme wirkt für sich genommen noch begrenzt, aber zusammengenommen ergibt sich eine klare Richtung: hin zu mehr Kontrolle und weniger individueller Freiheit.

    Während viele Menschen mit steigenden Preisen, unsicheren Perspektiven und wachsendem Druck im Alltag kämpfen, setzt die Politik andere Prioritäten. Statt soziale Sicherheit zu stärken, werden militärische Strukturen ausgebaut und Eingriffe vorbereitet, die tief in persönliche Lebensentscheidungen reichen.

    Für unsere Generation ist das eine grundlegende Frage: Wollen wir akzeptieren, dass der Staat wieder beginnt, über unsere Bewegungsfreiheit zu bestimmen? Dass Reisen, Auslandsaufenthalte oder sogar Auswanderung nicht mehr allein unsere Entscheidung sind?

    Ich finde: Das darf nicht zur Normalität werden.

    Was wir stattdessen brauchen, ist eine klare Gegenrichtung: Frieden statt Eskalation, soziale Sicherheit statt wachsendem Druck und echte Freiheit statt schleichender Einschränkung. Freiheit bedeutet eben auch, gehen zu können – ohne Genehmigung, ohne Kontrolle, ohne staatliche Hürden.

    Denn wenn einmal akzeptiert wird, dass der Staat bestimmt, wer gehen darf und wer bleiben muss, dann ist ein zentraler Pfeiler unserer Freiheit bereits gefallen.

    Autor: Tim Lukas Körner

  • Ostern 2026 – Zeit für echte Veränderung

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    Ostern steht für Hoffnung. Doch Hoffnung entsteht nicht von allein sie braucht politische Entscheidungen, die den Menschen dienen.

    Während viele Familien sich fragen, wie sie steigende Preise und unsichere Zukunftsaussichten bewältigen sollen, erleben wir eine Politik, die falsche Prioritäten setzt: Milliarden für Aufrüstung, aber zu wenig für soziale Sicherheit, Bildung und eine funktionierende Infrastruktur.

    Als Kreisverband des Bündnis Sahra Wagenknecht Wuppertal-Mettmann-Solingen-Remscheid sagen wir klar: So kann es nicht weitergehen.

    Wir wollen eine Politik, die den Alltag der Menschen verbessert mit bezahlbaren Lebenshaltungskosten, guten Löhnen und einer starken öffentlichen Daseinsvorsorge.
    Wir stehen für Frieden statt Eskalation und für eine Politik, die sich an den Interessen der Bevölkerung orientiert, nicht an denen von Lobbygruppen.

    Ostern erinnert uns daran, dass Veränderung möglich ist. Aber sie kommt nicht von allein sie muss erkämpft werden.

    In diesem Sinne wünschen wir allen ein frohes Osterfest und die Kraft, sich gemeinsam für eine gerechtere Zukunft einzustehen.

    Ihr BSW Kreisverband Wuppertal-Mettmann-Solingen-Remscheid

  • Ostermarsch 2026 in Wuppertal – Für Frieden und gegen Militarisierung

    Günter

    Am 04. April 2026 hat sich der Kreisverband Wuppertal am Ostermarsch beteiligt. Gemeinsam mit zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern, Initiativen und Organisationen wurde ein klares Zeichen gesetzt: für Frieden, gegen Aufrüstung und gegen eine Politik, die zunehmend auf militärische Lösungen setzt.

    In einer Zeit, in der politische Entscheidungen immer stärker von sicherheitspolitischem Denken und militärischer Logik geprägt sind, wächst auch der gesellschaftliche Widerstand. Die Debatten um Wehrpflicht, steigende Rüstungsausgaben und internationale Spannungen zeigen, wie wichtig es ist, eine klare Gegenposition zu vertreten.

    Der Ostermarsch macht deutlich: Viele Menschen wollen keine weitere Eskalation, sondern setzen auf Diplomatie, Dialog und soziale Gerechtigkeit als Grundlage für nachhaltigen Frieden.

    Für den Kreisverband Wuppertal steht fest:
    Eine Politik, die auf Aufrüstung setzt, löst keine Konflikte – sie verschärft sie. Notwendig ist stattdessen eine konsequente Friedenspolitik, die auf Verständigung, internationale Zusammenarbeit und die Interessen der Bevölkerung ausgerichtet ist.

    Der Ostermarsch am 04. April 2026 war ein starkes Signal dafür, dass diese Haltung in der Gesellschaft verankert ist.

  • Hände weg von Kuba! Schluss mit der Blockadepolitik

    Kuba Demo

    Am 01. April 2026 haben wir als BSW Kreisverband Wuppertal-Mettmann-Solingen-Remscheid an der Kundgebung der SDAJ teilgenommen. Gemeinsam mit der SDAJ, der DKP und dem Friedensforum Wuppertal haben wir ein klares Zeichen gesetzt: gegen Sanktionen, gegen Einmischung und für die Souveränität Kubas.

    Die Kundgebung war geprägt von zahlreichen starken Redebeiträgen, die die aktuelle Lage in Kuba und die Auswirkungen der US-Blockade deutlich gemacht haben. Auch Tim Lukas Körner, stellvertretender Kreisvorsitzender des BSW Kreisverbands Wuppertal-Mettmann-Solingen-Remscheid, hat in einer eigenen Rede klare Worte gefunden und die Politik der USA scharf kritisiert.

    Ein Auszug aus seiner Rede:

    „Die USA bestrafen ein ganzes Volk, weil es sich nicht der USA unterordnet.
    Das ist die Realität.
    Und das ist kein Einsatz für Menschenrechte,
    das ist Machtpolitik.“

    „Wenn man einem Land gezielt die wirtschaftliche Grundlage entzieht,
    wenn man bewusst in Kauf nimmt,
    dass sich Lebensbedingungen verschlechtern,
    dann ist das keine normale Außenpolitik mehr.
    Dann ist das wirtschaftliche Kriegsführung.“

    „Solidarität mit Kuba.
    Gegen die Blockade.
    Gegen US-Imperialismus.
    Für Frieden und Gerechtigkeit.“

    Denn die Realität ist eindeutig:
    Die USA verschärfen weiterhin gezielt den wirtschaftlichen Druck auf Kuba. Energie- und Versorgungskrisen werden bewusst in Kauf genommen mit verheerenden Folgen für die Bevölkerung. Stromausfälle, Engpässe bei Lebensmitteln und Medikamenten sind kein Zufall, sondern direkte Konsequenz dieser Politik.

    Das ist keine „Demokratieförderung“.
    Das ist wirtschaftliche Kriegsführung.

    Ein ganzes Volk wird unter Druck gesetzt, weil es sich nicht dem geopolitischen Kurs der USA unterordnet. Das widerspricht allem, wofür das Völkerrecht eigentlich stehen sollte.

    Sanktionen, die Millionen Menschen treffen, sind kein legitimes politisches Mittel, sie sind ein Angriff auf die Lebensrealität der Bevölkerung.

    Deutschland und Europa dürfen sich nicht länger an dieser Politik beteiligen oder sie stillschweigend unterstützen. Stattdessen braucht es eine eigenständige Außenpolitik, die auf Ausgleich, Respekt und Zusammenarbeit setzt.

    Unsere Haltung ist eindeutig:
    Keine Einmischung in die inneren Angelegenheiten Kubas.
    Keine Unterstützung für Sanktionen.
    Schluss mit der Blockade!

    Als BSW-Kreisverband Wuppertal stehen wir an der Seite der Menschen in Kuba.

    Völkerrecht statt Machtpolitik.
    Solidarität mit Kuba!

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