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Sitzung der Bezirksvertretung Oberbarmen vom 14.04.2026: Transparenz bei Ersatzpflanzungen unerwünscht?

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In der Sitzung der BV Oberbarmen am 14.04.2026 wurde unter TOP 0.7.1 (VO/0322/26) über einen gemeinsamen Antrag von BSW, Grünen und Linken beraten. Ziel war es, die Verwaltung zu einer transparenten Information über Ersatzpflanzungen für gefällte Bäume zu verpflichten.

Noch vor der inhaltlichen Beratung griff der SPD-Fraktionsvorsitzende den Antrag an. Er begründete dies damit, die SPD habe bereits „irgendwann mal“ eine ähnliche Anfrage gestellt und eine erneute Befassung würde lediglich unnötige Arbeit für die Verwaltung verursachen. Wann diese Anfrage gestellt worden sein soll, konnte er jedoch nicht benennen. Zudem handelte es sich nach eigener Aussage lediglich um eine Anfrage, nicht um einen Antrag mit verbindlicher Beschlusswirkung.

Umso widersprüchlicher wirkt diese Argumentation, weil Er selbst seit November mehrfach Auskünfte über die Arbeit des Beirates des Verfügungsfonds Oberbarmen/Wichlinghausen eingefordert hat – obwohl er diesem Gremium selbst angehört. Dort scheint zusätzlicher Verwaltungsaufwand offenbar kein Problem zu sein.

Hier wird erneut mit zweierlei Maß gemessen: Transparenz bei Baumfällungen und Ersatzpflanzungen wird als unnötige Belastung dargestellt, während eigene Anliegen selbstverständlich verfolgt werden.

Dazu erklärt Lars Nähle:

„Die Menschen vor Ort haben ein berechtigtes Interesse daran zu erfahren, ob zugesagte Ersatzpflanzungen tatsächlich erfolgen. Wer Transparenz blockiert und gleichzeitig selbst regelmäßig Auskünfte verlangt, macht sich unglaubwürdig. Wir werden uns weiterhin dafür einsetzen, dass in Oberbarmen nachvollziehbar und offen gehandelt wird.“

Autor: Lars Nähle (BSW Bezirksvertreter Oberbarmen)

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