3

Autor: Tim Lukas Körner

  • Hände weg vom Iran – Kundgebung am 19.03.2026

    Iran demo

    Am 19. März 2026 fand in Wuppertal eine Kundgebung unter dem Motto „Hände weg vom Iran“ statt. Angemeldet wurde die Aktion von der SDAJ Wuppertal und zog zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer an, die ein klares Zeichen gegen Krieg und Eskalation setzen wollten.

    Neben der SDAJ beteiligten sich auch das Friedensforum sowie der Kreisverband des Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) an der Kundgebung. Gemeinsam machten die verschiedenen Gruppen deutlich, dass sie eine weitere Zuspitzung der Lage im Nahen Osten entschieden ablehnen.

    Im Mittelpunkt der Kundgebung stand die Forderung nach einem Ende militärischer Drohungen und Interventionen sowie die klare Absage an eine Politik der Eskalation. Stattdessen wurde für Diplomatie, Völkerrecht und eine friedliche Lösung von Konflikten geworben.

    Die Kundgebung setzte damit ein starkes Zeichen für Frieden und internationale Verständigung – auch hier vor Ort in Wuppertal.

  • BUGA 2031

    Die Vorgeschichte
    Aus den Nebeln der Wupperauen entstieg irgendwann die Vision eine Hängebrücke über das gesamte Wuppertal. Aus diesem Gewaber wurde dann die Idee immer deutlicher, man könne doch diese Hängeseilbrücke, am schönsten im tibetischen Stil, am besten im Rahmen einer Bundesgartenschau (BUGA) realisieren. Wobei es bis heute ein Rätsel bleibt, was eine Talbrücke mit einer Gartenschau zu tun hat.
    Spektakulär soll sie sein, diese Talbrücke, einzigartig und zum Staunen.
    Nach der ersten Machbarkeitsstudie beschloss dann der Stadtrat die Durchführung der BUGA 2031 mit der Mehrheit der Stimmen von SPD, CDU und den Grünen. Seltsamerweise erfolgte der Bürgerentscheid ein halbes Jahr nach dem bereits gefassten Ratsbeschluss. Zweite Merkwürdigkeit: Man musste mit Ja stimmen, wenn man die BUGA ablehnte. Die Stimmenmehrheit für die BUGA war dann hauchdünn.
    Zügig wurde dann Anfang 2023 der Durchführungsvertrag unterzeichnet und Anfang 2024 die BUGA gGmbH mit Frau Brambora-Schulz an der Spitze gegründet.
    Skepsis und Kritik waren von Anfang an groß und vielfältig. In erster Linie wurde und wird die finanzielle Machbarkeit bezweifelt, so z.B. durch den damaligen Kämmerer der Stadt (CDU!) in einem Sondervotum. Wie zutreffend die Kritik ist und war, konnte man schon daran erkennen, dass bald darauf das ursprüngliche Gesamtareal der BUGA bedeutend verkleinert („verzwergt“) werden musste, um überhaupt im vorgegebenen Finanzrahmen zu bleiben. Weitere Abstriche sollten folgen.

    Die Finanzen
    Nach dem heutigen Stand (3.2026) betragen die gesamten Kosten Der BUGA (Investitionen und Durchführung) ca. 147 Mio €, wovon auf die Stadt mind. stolze 71 Mio € entfallen. Die BUGA gGmbH hofft mit Fördergeldern, Eintrittsgeldern und Sponsoring auf Einnahmen in ähnlicher Höhe. Mehr als eine Hoffnung ist dieses gedankliche Nullsummenspiel allerdings nicht, belastbare Fakten sind nicht zu erkennen. Tatsache ist hingegen, dass auf die Stadt zunächst Verbindlichkeiten von bis zu über 70 Mio € zukommen, und das bei einer jährlichen Neuverschuldung der Stadt von jetzt über 150 Mio € (3.2026) und einem Haushaltssicherungskonzept. Fakt ist, dass dieses Geld folglich für drängende Aufgaben der Stadt, zum Beispiel im sozialen, schulischen und kulturellen Bereich, nicht mehr zur Verfügung steht.

    Das Konzept
    Das Konzept der BUGA, rund um ihren Ausgangspunkt einer spektakulären Hängeseilbrücke, wirkt eher wie eine zusammengestückelte Notlösung als ein durchdachtes Gesamtkonzept auf der Höhe der Zeit.
    Die BUGA 2031 soll dezentral an drei verschiedenen, z.T. weit auseinanderliegenden Kernarealen ausschließlich im Wuppertaler Westen stattfinden:
    1. das Vorzeigeprojekt einer Hängeseilbrücke von der Kaiserhöhe zur Königshöhe über das Tal der Wupper hinweg
    2.  das Zoo-Areal mit einer Seilbahn hinauf zur Königshöhe
    3. Vohwinkel als Kernareal für die eigentliche Gartenschau.
    Insgesamt handelt es sich um eine („verzwergte“) Fläche von 18 ha, die im Vergleich zu früheren BUGAs auffallend klein ist. Auch ihre dezentrale Zersplitterung ist für eine BUGA ungewöhnlich. Eine Folge ist, dass die Besucher*innen zwischen diesen Arealen ein innerörtlicher Shuttle-Service eingerichtet werden muss und lange Fußwege auf die Besucher*innen warten. Es darf also bezweifelt werden, ob für die Besucher*innen überhaupt alle Bereiche an einem Tag zu erreichen sind. Ein Mobilitätskonzept für die BUGA 2031 ist bis jetzt (3.2026) nicht einmal im Ansatz zu erkennen.

    Autor: Georg Dieker-Brennecke

  • Viel Optimismus, wenig Substanz: Die BUGA 2031 als riskantes Prestigeprojekt

    Der jüngste Pressebericht aus dem Planungsbeirat zur Bundesgartenschau 2031 in Wuppertal (WZ vom 17.03.) liest sich wie ein Musterbeispiel politischer Selbstberuhigung: Alles auf Kurs, alles im Griff, Probleme lösbar. Doch wer zwischen den Zeilen liest, erkennt vor allem eines – eine Großveranstaltung, deren Fundament auf finanzpolitischen Luftschlössern ruht. Zuvor war es der Politik im Rat der Stadt nicht einmal gelungen, einen Haushalt für das laufende Jahr zu verabschieden, obwohl an einem Nothaushalt realistisch niemand mehr zweifeln kann. Schlechte Aussichten also für die zukünftige Finanzplanung der Stadt mit BuGa! 

    Ja, der Grunderwerb sei gesichert. Das klingt nach Fortschritt. Doch gleichzeitig sind selbst grundlegende Fragen wie die Organisation von Parkflächen weiterhin ungeklärt. Für ein Projekt, das hunderttausende Besucher anziehen soll, ist das kein Detail, sondern ein strukturelles Problem. Wer hier von Planungssicherheit spricht, betreibt Schönfärberei.

    Noch problematischer ist der Umgang mit Zeit. Zentrale Beschlüsse für Großprojekte wie Seilbahn, Hängebrücke und zentrale Areale sollen erst 2027 fallen – also gerade einmal vier Jahre vor Eröffnung. In der Realität großer Infrastrukturprojekte bedeutet das: Zeitdruck, Kostensteigerungen und ein erhöhtes Risiko von Verzögerungen. Danach beginnen erst die eigentlichen Vorbereitungen, die mit weiteren Baumfällungen irgendwie in Zeiten spürbarer Klimaveränderungen wie aus der Zeit gefallen scheinen. 

    Besonders irritierend ist der demonstrative Optimismus bei Themen, die naturgemäß konfliktträchtig sind. Artenschutzgutachten laufen noch, sollen aber angeblich keine echten Hindernisse liefern. Das mag politisch beruhigend klingen, doch im Grunde ist es ein unverhohlener Offenbarungseid. Wie heißt es noch im Karneval: „Denn wer die Musik bestellt, der bestimmt wat se spelt.“

    Auch beim Thema Mobilität zeigt sich ein eklatanter Widerspruch: Einerseits wird betont, das Auto solle nicht das bevorzugte Verkehrsmittel sein. Andererseits fehlen bislang tragfähige Alternativen. Das Mobilitätskonzept wird erst noch erarbeitet, während gleichzeitig schon Szenarien für Ausfälle von Schwebebahn und Bahn diskutiert werden. Wer so plantzeigt, dass er von der verkehrlichen Realität der Stadt keine Ahnung hat. Die Bürgerinnen und Bürger müssen sich jetzt schon jeden Tag an ihre Arbeitsplätze, in die Schulen und zu Ärzten kämpfen. Egal welches Verkehrsmittel sie benutzen. Wer jetzt noch sein Kind kurzfristig wieder aus der Kita abholen muss, kann den Arbeitstag getrost vergessen. Ein Schelm der glaubt, dass das mit den zu erwartenden BuGa-Baustellen und erst recht zu Betriebszeiten der BuGa besser wird.  

    Auch die vielbeworbenen Leuchtturmprojekte innerhalb der BuGa entpuppen sich als Baustellen im übertragenen Sinne. Das Baurecht für die Hängebrücke ist nicht abschließend geklärt, Abstimmungen mit der Bayer AG sind nicht abgeschlossen und Investoren für die Nutzung der Zoosälewerden erst noch gesucht. Selbst innerhalb des Projekts scheint vieles eher im Stadium der Idee als der Umsetzung zu sein.

    Und dann ist da noch das Geld. 129 Millionen Euro Gesamtbudget – in Zeiten steigender Baukosten, Kürzungen an allen Ecken und Enden sowie wahnwitziger Ausgaben für Rüstung und Kriegstauglichkeit. Dass selbst kleinere Zusatzprojekte, wie eine öffentlichkeitswirksame Countdown-Uhr, nicht finanziert sind und auf Sponsoren hoffen müssen, lässt jetzt schon ernsthafte Zweifel aufkommen, wie belastbar die Gesamtkalkulation wirklich ist. Erfahrungsgemäß sind es genau solche Großprojekte, bei denen am Ende deutlich nachgesteuert werden muss – auf Kosten der Bürgerinnen und Bürger.

    Besonders bedenklich ist jedoch ein anderer Punkt: der Umgang mit Kritik. Bürgeranträge, die sich mit Verkehrsfragen und Flächennutzung auseinandersetzen, werden abgelehnt. Kritische Stimmen scheinen im Prozess als Störfaktor und nicht als notwendiges Korrektiv wahrgenommen zu werden. Dabei wäre gerade jetzt ein offener, ehrlicher Dialog auch über die Finanzierbarkeit des Gesamtprojektes entscheidend. Noch könnte man sicherlich relativ kostengünstig aus dem Gesamtprojekt aussteigen. Letzte Chance!

    Die Bundesgartenschau ist kein Zukunftsprojekt, sondern ein riskantes Experiment mit ungewissem Ausgang, dass zu einer handfesten Belastung für Stadt, Haushalt und Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die Kompetenzen von Politik führen kann. 

    Dieses Projekt sollte in seiner jetzigen Form nicht weiterverfolgt, sondern grundlegend überdacht oder konsequent gestoppt werden.

    Die nächste Möglichkeit zur kritischen Auseinandersetzung mit den Verantwortlichen ist am 23. März, 18 Uhr, im Gemeindesaal der Evangelischen Kirchengemeinde Vohwinkel, Gräfrather Straße 15, im Rahmen einer Bürgerbeteiligung zum Buga-Areal Tesche. Vorgestellt werden die Pläne für die Tescher Wiesen und den Urban Sports Park auf der einstigen Wassack-Deponie.

    Autor: Rainer Gierth

  • Die Ratsgruppe BSW Wuppertal ist ab sofort mit einer eigenen Homepage online vertreten.

    Kopie von BSW Vorlagen Kreisverband quer (1)

    Unter https://ratwuppertal.bsw-vg.nrw finden Sie aktuelle Informationen zu unserer politischen Arbeit im Rat, in den Bezirksvertretungen sowie zu unseren Positionen und Themen vor Ort.

  • Kundgebung: Hände weg von Iran!

    Iran Demo

    Der BSW Kreisverband Wuppertal-Mettmann-Solingen-Remscheid ruft zur Teilnahme an der Kundgebung der SDAJ Wuppertal auf.

    Am 19.03.2026 um 17 Uhr am Hauptbahnhof Wuppertal wird gegen militärische Eskalation und für die Einhaltung des Völkerrechts demonstriert.

    Gerade in Zeiten zunehmender internationaler Spannungen braucht es klare Stimmen für Frieden, Diplomatie und Völkerrecht.

Diese Seite verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Mit der weiteren Verwendung stimmst du dem zu.

Datenschutzerklärung