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Kategorie: Jugend Wuppertal

  • Wehrdienst, Kontrolle, Ausreise – das ist kein Zufall, das ist System

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    Was wir gerade in Deutschland erleben, ist kein Zufall, sondern politisch gewollt. Während öffentlich von „Sicherheit“ gesprochen wird, entsteht im Hintergrund ein System, das immer tiefer in das Leben der Menschen eingreift.

    Besonders deutlich wird das beim Thema Ausreise. Seit dem 1. Januar 2026 gilt eine Änderung im Wehrpflichtgesetz, die viele kaum wahrgenommen haben. In § 3 ist geregelt, dass Männer im Alter von 17 bis 45 Jahren eine Genehmigung benötigen, wenn sie Deutschland länger als drei Monate verlassen wollen.

    Das betrifft nicht nur wenige – das betrifft Millionen.

    Und entscheidend ist: Diese Art von Regelung kannte man früher nur aus Ausnahmezuständen, also im Spannungs- oder Verteidigungsfall. Jetzt wird sie dauerhaft zur Grundlage staatlichen Handelns gemacht.

    Auch wenn politisch beschwichtigt wird, dass Genehmigungen „in der Regel“ erteilt werden, ändert das nichts am Kern des Problems. Denn in dem Moment, in dem man eine Genehmigung braucht, ist Freiheit nicht mehr selbstverständlich – sondern abhängig von staatlicher Entscheidung.

    Es geht hier nicht um Bürokratie.
    Es geht um Kontrolle.

    Denn mit solchen Regelungen schafft der Staat die Möglichkeit, jederzeit nachzuvollziehen, wer das Land verlässt, wie lange und zu welchem Zweck. Und genau darin liegt die eigentliche Tragweite: Was heute als Formalität dargestellt wird, kann morgen zum Instrument werden, um Bewegungsfreiheit real einzuschränken.

    Diese Entwicklung steht nicht für sich allein.

    Deutschland rüstet nicht nur nach außen auf, sondern verändert sich auch im Inneren. Neben Milliarden für die Bundeswehr wächst der Einfluss des Staates auf die eigene Bevölkerung. Diese Politik wird von SPD und CDU gemeinsam getragen. Die einen sprechen von Verantwortung, die anderen von Sicherheit – am Ende bedeutet es mehr Militär, mehr Verpflichtung und mehr staatlichen Zugriff.

    Das geschieht nicht auf einmal, sondern Schritt für Schritt. Genau deshalb wird es von vielen kaum wahrgenommen. Jede einzelne Maßnahme wirkt für sich genommen noch begrenzt, aber zusammengenommen ergibt sich eine klare Richtung: hin zu mehr Kontrolle und weniger individueller Freiheit.

    Während viele Menschen mit steigenden Preisen, unsicheren Perspektiven und wachsendem Druck im Alltag kämpfen, setzt die Politik andere Prioritäten. Statt soziale Sicherheit zu stärken, werden militärische Strukturen ausgebaut und Eingriffe vorbereitet, die tief in persönliche Lebensentscheidungen reichen.

    Für unsere Generation ist das eine grundlegende Frage: Wollen wir akzeptieren, dass der Staat wieder beginnt, über unsere Bewegungsfreiheit zu bestimmen? Dass Reisen, Auslandsaufenthalte oder sogar Auswanderung nicht mehr allein unsere Entscheidung sind?

    Ich finde: Das darf nicht zur Normalität werden.

    Was wir stattdessen brauchen, ist eine klare Gegenrichtung: Frieden statt Eskalation, soziale Sicherheit statt wachsendem Druck und echte Freiheit statt schleichender Einschränkung. Freiheit bedeutet eben auch, gehen zu können – ohne Genehmigung, ohne Kontrolle, ohne staatliche Hürden.

    Denn wenn einmal akzeptiert wird, dass der Staat bestimmt, wer gehen darf und wer bleiben muss, dann ist ein zentraler Pfeiler unserer Freiheit bereits gefallen.

    Autor: Tim Lukas Körner

  • Hände weg von Kuba! Schluss mit der Blockadepolitik

    Kuba Demo

    Am 01. April 2026 haben wir als BSW Kreisverband Wuppertal-Mettmann-Solingen-Remscheid an der Kundgebung der SDAJ teilgenommen. Gemeinsam mit der SDAJ, der DKP und dem Friedensforum Wuppertal haben wir ein klares Zeichen gesetzt: gegen Sanktionen, gegen Einmischung und für die Souveränität Kubas.

    Die Kundgebung war geprägt von zahlreichen starken Redebeiträgen, die die aktuelle Lage in Kuba und die Auswirkungen der US-Blockade deutlich gemacht haben. Auch Tim Lukas Körner, stellvertretender Kreisvorsitzender des BSW Kreisverbands Wuppertal-Mettmann-Solingen-Remscheid, hat in einer eigenen Rede klare Worte gefunden und die Politik der USA scharf kritisiert.

    Ein Auszug aus seiner Rede:

    „Die USA bestrafen ein ganzes Volk, weil es sich nicht der USA unterordnet.
    Das ist die Realität.
    Und das ist kein Einsatz für Menschenrechte,
    das ist Machtpolitik.“

    „Wenn man einem Land gezielt die wirtschaftliche Grundlage entzieht,
    wenn man bewusst in Kauf nimmt,
    dass sich Lebensbedingungen verschlechtern,
    dann ist das keine normale Außenpolitik mehr.
    Dann ist das wirtschaftliche Kriegsführung.“

    „Solidarität mit Kuba.
    Gegen die Blockade.
    Gegen US-Imperialismus.
    Für Frieden und Gerechtigkeit.“

    Denn die Realität ist eindeutig:
    Die USA verschärfen weiterhin gezielt den wirtschaftlichen Druck auf Kuba. Energie- und Versorgungskrisen werden bewusst in Kauf genommen mit verheerenden Folgen für die Bevölkerung. Stromausfälle, Engpässe bei Lebensmitteln und Medikamenten sind kein Zufall, sondern direkte Konsequenz dieser Politik.

    Das ist keine „Demokratieförderung“.
    Das ist wirtschaftliche Kriegsführung.

    Ein ganzes Volk wird unter Druck gesetzt, weil es sich nicht dem geopolitischen Kurs der USA unterordnet. Das widerspricht allem, wofür das Völkerrecht eigentlich stehen sollte.

    Sanktionen, die Millionen Menschen treffen, sind kein legitimes politisches Mittel, sie sind ein Angriff auf die Lebensrealität der Bevölkerung.

    Deutschland und Europa dürfen sich nicht länger an dieser Politik beteiligen oder sie stillschweigend unterstützen. Stattdessen braucht es eine eigenständige Außenpolitik, die auf Ausgleich, Respekt und Zusammenarbeit setzt.

    Unsere Haltung ist eindeutig:
    Keine Einmischung in die inneren Angelegenheiten Kubas.
    Keine Unterstützung für Sanktionen.
    Schluss mit der Blockade!

    Als BSW-Kreisverband Wuppertal stehen wir an der Seite der Menschen in Kuba.

    Völkerrecht statt Machtpolitik.
    Solidarität mit Kuba!

  • Hände weg vom Iran – Kundgebung am 19.03.2026

    Iran demo

    Am 19. März 2026 fand in Wuppertal eine Kundgebung unter dem Motto „Hände weg vom Iran“ statt. Angemeldet wurde die Aktion von der SDAJ Wuppertal und zog zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer an, die ein klares Zeichen gegen Krieg und Eskalation setzen wollten.

    Neben der SDAJ beteiligten sich auch das Friedensforum sowie der Kreisverband des Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) an der Kundgebung. Gemeinsam machten die verschiedenen Gruppen deutlich, dass sie eine weitere Zuspitzung der Lage im Nahen Osten entschieden ablehnen.

    Im Mittelpunkt der Kundgebung stand die Forderung nach einem Ende militärischer Drohungen und Interventionen sowie die klare Absage an eine Politik der Eskalation. Stattdessen wurde für Diplomatie, Völkerrecht und eine friedliche Lösung von Konflikten geworben.

    Die Kundgebung setzte damit ein starkes Zeichen für Frieden und internationale Verständigung – auch hier vor Ort in Wuppertal.

  • Schülerprotest gegen neuen Wehrdienst in Wuppertal – Körner: „Jugend nicht zur militärischen Reserve machen“

    Wuppertal, 5. März 2026 – Am Donnerstag haben Schülerinnen und Schüler am Döppersberg vor dem Wuppertaler Hauptbahnhof gegen den neuen Wehrdienst demonstriert. Anlass der Proteste ist das seit diesem Jahr geltende Modell, bei dem wieder junge Menschen von der Bundeswehr angeschrieben und erfasst werden.

    Seit 2026 erhalten 18-jährige Männer verpflichtend einen Fragebogen der Bundeswehr. Darin sollen sie Angaben zu Ausbildung, gesundheitlicher Situation und möglicher Bereitschaft zum Wehrdienst machen. Damit wird erstmals seit vielen Jahren wieder eine systematische Erfassung junger Menschen aufgebaut.

    Bei der Kundgebung von „Nein zur Wehrpflicht“ sprach auch Tim Lukas Körner, stellvertretender Kreisvorsitzender des Bündnis Sahra Wagenknecht im Kreisverband Wuppertal-Mettmann-Solingen-Remscheid.

    „Wenn wieder ganze Jahrgänge junger Menschen erfasst werden, sorgt das bei vielen Jugendlichen für große Sorgen. Viele haben das Gefühl, dass hier Schritt für Schritt Strukturen entstehen, die eine Rückkehr der Wehrpflicht möglich machen könnten“, erklärte Körner.

    Der Wehrdienst selbst bleibt derzeit formal freiwillig. Gleichzeitig sehen Kritiker in der erneuten Erfassung junger Menschen eine politische Weichenstellung.

    Körner betonte, dass eine verantwortungsvolle Politik jungen Menschen vor allem Zukunftsperspektiven geben müsse. „Viele junge Menschen kämpfen heute mit steigenden Lebenshaltungskosten, unsicheren Zukunftsperspektiven und fehlendem bezahlbaren Wohnraum. Eine Gesellschaft sollte ihre Jugend nicht als militärische Reserve betrachten.“

    Deutschland trage eine besondere Verantwortung für Frieden und Diplomatie. „Sicherheit entsteht langfristig nicht durch militärische Stärke, sondern durch internationale Zusammenarbeit, wirtschaftliche Stabilität und eine Politik der Deeskalation“, so Körner.

    Der Protest der Schülerinnen und Schüler in Wuppertal zeige, dass viele junge Menschen diese Debatte aufmerksam verfolgen und sich aktiv in politische Entscheidungen einbringen wollen.

  • Freiheit statt Bevormundung!

    Wo: Wuppertal Hauptbahnhof Wann: 05.03.2026 Beginn: 12:00 Uhr

    Am 05.03.2026 findet am Wuppertaler Hauptbahnhof der Schülerstreik statt – organisiert von „Nein zur Wehrpflicht Wuppertal“.

    Wir unterstützen diesen Streik, weil unsere Jugend eine gute Bildung und vernünftige Ausbildungswege braucht – keine Bevormundung und keinen Zwangsdienst.

    Junge Menschen müssen selbst entscheiden können, wie sie ihre Zukunft gestalten wollen.

    Unsere Gesellschaft braucht nicht mehr Soldaten, sondern mehr Fachkräfte – in der Pflege, im Handwerk und in vielen anderen wichtigen Bereichen.

    Kommt am 05.03.2026 um 12:00 Uhr zum Wuppertaler Hauptbahnhof und steht gemeinsam für Frieden, Freiheit und Bildung ein!

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